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                               Fachberater im Mai Artenwahl und Fruchtfolge Das Aufstellen einer Fruchtfolge - der planvolle Wechsel der angebauten Kulturarten auf einer Fläche über mehrere Jahre bietet die beste Voraussetzung für einen erfolgreichen Anbau von Obst und Gemüse. Trotz der möglichen Pflanzenvielfalt im Garten,(vergleiche Übersicht), werden häufig nur Vertreter einiger weniger Pflanzen- familien angebaut. Werden diese stets an gleicher Stelle kultiviert, kommt es zur Verminderung von Erträgen und Pflanzen- gesundheit. Warum Fruchtfolge wichtig ist? Sie dient: der Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit, der Zurückdrängung im Boden befindlicher Krankheitserreger (Pilze, Bakterien), sowie tierischer Schädlinge (insbesondere Nematoden), der Vermeidung der Herausbildung einer speziellen Unkrautflora, der Einschränkung einer hohen Stickstoff - freisetzung aus Ernterückständen und der Vermeidung der Auswaschung des im Boden befindlichen Reststickstoffes, der Sicherung einer ausgeglichenen Humusbilanz. Beispiel eines Fruchtfolgemodells im Vier - Jahres - Rhythmus Der Fruchtfolgeplan für ein Beet, eine Anbaufläche sollte folgendem Muster folgen: Anbaujahr 1 :   Gründüngung und Kompostgabe, Anbaujahr 2 :   starkzehrende Pflanzen, Anbaujahr 3 :   mittelzehrende Pflanzen, Anbaujahr 4 :   schwachzehrende Pflanzen. Starkzehrer       :     sind unter anderem Aubergine, Erdbeeren, Kartoffeln, Kohlarten, Möhren, Rhabarber, Rote Beete                Sonnenblumen, Spinat. Mittelzehrern   :     gehören Bohne, Erbse, Fenchel, Gurke, Kohlrabi, Kürbis, Mangold, Melone, Paprika, Porree, Radieschen,                          Rettich, Salat, Sellerie, Schwarzwurzel, Tomate, Zucchini, Zwiebel. Schwachzehrer :    sind Gartenkresse und Petersilie. 
 Doldenblütler Möhre, Sellerie, Petersilie, Fenchel, Dill (Foto), Pastinake, Liebstöckel, Koriander Kümmel, Bibernelle, Kerbel, Giersch                                                                                                                            
Gänsefußgewächse Spinat, Rote Rübe, Mangold (Foto), Gänsefuß, Melde
Korbblütler Salat, Endivie, Chicoree, Schwarzwurzel, Antischocke, Aster, Chrysantheme, Dahlie, Flockenblume, Goldrute, Kamille, Schafgarbe, Sonnenblume, Sonnenhut, Ringel- blume (Foto), Distel, Löwenzahn, Wegwarte, Wermut, Kreuzkraut, Gänseblümchen
Kreuzblütler Kohl, Rettich, Radieschen (Foto), Kresse, Meerrettich, Raps, Senf, Goldlack, Levkoje, Silberblatt, Hirtentäschel, Hungerblümchen
Kürbisgewächs Gurke, Kürbis, Melone, Zucchini (Foto), Spritzgurke, Zaunrübe
Zwiebelgewächse Speisezwiebel, Winterheckenzwiebel, Porree, Knoblauch, Schnittlauch (Foto), Bärlauch, Blauzungenlauch, Sternkugellauch
Nachtschattengewächse Kartoffel, Tomate, Paprika (Foto), Tabak, Petunie, Physalis, Enzianstrauch, jasminblütiger Nachtschatten
Rosengewächse Kern- und Steinobst (Foto), Erdbeere, Brombeere, Himbeere, Rose, Frauen- mantel, Zwergmispel, Weißdorn, Nelkenwurz, Fingerkraut, Mädesüß
Hülsenfrüchteler Erbse (Foto), Bohne, Klee, Lupine, Wicke, Ginster, Goldregen
Baldriangewächse Feldsalat (Foto), Baldrian, Spornblume
Anbaupausen für wichtige Gemüsearten Bohne  1 - 2 Jahre; Endivie  2 Jahre; Erbse  4 - 5 Jahre; Feldsalat  1 - 2 Jahre; Gurke  3 - 5 Jahre; Kohlarten  3 - 4 Jahre; Kopfsalat  1 - 2 Jahre; Mangold  3 - 4 Jahre; Möhre  3 - 4 Jahre; Paprika  3 - 4 Jahre; Porree  2 - 3 Jahre; Radieschen, Rettich  2 - 3 Jahre; Rote Rübe  3 - 4 Jahre; Schwarzwurzel  4 Jahre; Sellerie  3 - 4 Jahre; Spargel  10 - 12 Jahre; Spinat  1 - 2 Jahre; Tomate  3 - 4 Jahre; Zwiebel  4 - 5 Jahre.
Tomaten nach den Eisheiligen pflanzen Der Fachberater des Landesverbandes informiert Tomaten werden im Freiland erst nach den Eisheiligen, etwa nach dem 15. Mai, gepflanzt. Tomatenpflanzen vertragen keinen Frost und sterben schon ab einer Temperatur von plus 0,5 Grad ab. Überragende Ertragsergebnisse von bis zu 12 kg je Tomatenpflanzen können erzielt werden, wenn die Pflanze wie folgt gepflanzt werden. Von einem Kunststoffeimer mit einem Volumen von ca. 12 ltr., es kann auch ein schwarzer Baumarkteimer sein, wird der Boden abgetrennt. Die obere Eimerseite wird auf den Boden gesetzt an den Standort, an dem die Tomate kultiviert wird. Den Eimer nicht in den Boden einlassen. Die Oberseite deshalb auf den Boden stellen, damit nach dem Ende der Ernte durch die konische Form des Eimers, sich die Erde gut entfernen lässt. Der Eimer wird bis zur Hälfte mit Pflanzerde gefüllt, darin wird die Tomate gepflanzt. Nun wird je nach Wuchsfortschritt der Eimer weiter mit Erde bis fast zum Rand aufgefüllt. Durch diese Pflanzmethode wird das ganze Eimervolumen durch-wurzelt. Selbstverständlich muss die Tomatenpflanzen regelmäßig mit Wasser versorgt werden. Das gießen erfolgt über den Eimerrand und muss je nach Witterung nicht täglich erfolgen. Ratsam ist es, die Tomaten mit dem im Handel angebotenen Tomatendünger wöchentlich in der Haupt- Wachstumszeit zu düngen. Diese Anbaumethode kann auch in einem Gewächshaus erfolgreich an- gewandt werden. Wie allgemein üblich, die Pflanze regelmäßig auszugeizen und nach dem fünften Fruchtstand und 2 Blätter im weiteren Längenwuchs zu begrenzen. Bei dieser Anbaumethode ist ein sehr stabiler Pflanzstab notwendig.                                                                                                                                              Quelle: Rolf Möhrke