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Fachberater im Oktober Fruchtbarkeitsquelle Kompost
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Die Gewinnung von Kompost, seine Pflege und Verwendung begleiten den Gartenbau seit Anbeginn. Die verschiedensten Methoden der Kompostbereitung sind ausgetüftelt worden, seine Zusammensetzung wurde erforscht, seine Wirkung in zahllosen Experimenten untersucht.   Standort der Kompost sollte sich natürlich im Garten befinden und nicht in voller Sonne liegen. Zwar produzieren die im Kompost wirkenden Kleinstlebewesen durch ihre Tätigkeit selber Wärme, aber austrocknende Hitze lähmt sie ebenso, wie die winterlichen  Fröste ihren Arbeitseifer vorübergehend zum Erliegen bringen. Wer sich nicht der heute überall als Fertigprodukt erhältlichen und viel Platz sparenden Kompost-legen, - Tonnen oder -Silos bedient, sondern eine Miete herkömmlicher Art aufsetzt, sollte den Flächenbedarf eines solchen Hügels nicht unterschätzen. Schon das notwendige Umsetzen, die Neubeschichtung also, bei der das Unterste nach oben kommt, setzt reichlich Platz voraus. Ob vorgefertigte Lege oder freie Miete - beides muss auf „gewachsenem Boden“ stehen, damit eine Verbindung zwischen Erde und Kompost hergestellt ist. Eventuell vorhandenen Plattenbelag muss man also vorher entfernen.   Kompostmaterial und Kompostzusätze Grundsätzlich gilt: Man muss jedes grobe Material zerkleinern, bevor man es aufschichtet. Das betrifft besonders Äste und Zweige, aber auch Zeitungspapier oder Karton. Geeignet ist ansonsten -fast- alles, was sich zersetzt und was nicht mit irgendwelchen Chemikalien behandelt wurde; also Abfälle aus Küche, Haus und Garten, die zur Verrottung zusammengeführt und gemischt auf den Kompost gegeben werden. Es dürfen keine Knochen, Fleischabfälle und kranke Pflanzen - Äste auf den Kompost. Eine saubere, geruchsfreie Verrottung ist nur möglich, wenn genügend Luft an das in der Umwandlung befindliche Material gelangen kann. Wird immer wieder hauchdünn Kalk oder Gesteinsmehl zwischen die einzelnen Lagen gesteuert, fördert das eine „saubere“ Verrottung. Gesteinsmehl binden darüber hinaus Feuchtigkeit und regen die Aktivität der Mikroorganismen an. Das gleiche gilt für Zusätze organischen Düngers oder die Einbringung sogenannter Kompoststarter, mit denen der Verrottungsprozess beschleunigt werden soll. Kompostanlage, --bereitung und Verwendung auf einen Blick Wichtig: Kompostgut so schichten bzw. mischen, dass grobes mit feinem, Trockenes mit feuchtem Material wechselt. Als unterste Lage empfiehlt sich eine Schicht aus grob zerkleinerten Ästen.   Kompostverwendung Oberstes Gebot bei der Verwendung von Kompost: er wird nie untergraben, sondern über die Beete verteilt und dann flach eingeharkt. Denn die Lebewesen im Kompost, die den Gartenboden fruchtbar machen, entfalten sich nur in einem luftumspülten Milieu. In den Tiefen des Bodens bewirkt Kompost überhaupt nichts. Ideal wäre im Herbst fingerbreit auf die abgeernteten Beete zu streuen und die gesamte Fläche anschließend mit organischem Material - Laub, Stroh, zerkleinerte Gartenabfälle oder Rindenmulch - abzudecken. Ähnlich funktioniert die sogenannte Flächenkompostierung, bei der das im Garten anfallende Grünmaterial nicht den Umweg über den Kompost nimmt, sondern im Herbst direkt auf frei gewordenen Beete gebracht und dort nach und nach verrottend zu Kompost wird.   Mulchen beim Mulchen wird die oberste Bodenschicht mit organischem Material abgedeckt, unter dem die Erde feucht und locker bleibt, Unkraut nicht so schnell hochkommt und durch Verrottung ein oberflächliches Nährstoffpotential aufgebaut wird. Als Mulchmaterial kommen unter anderen  infrage: Grasschnitt, bei der Ernte oder beim Säubern anfallende Pflanzenteile, Stroh, Kompost, Stallmist oder Rindenmulch. Im Gegensatz zur Flächenkompostierung im Herbst wird das ganze Jahr über gemulcht.   Gründüngung Bei der Gründüngung werden spezielle, schnell wachsende Pflanzen oder Pflanzenmischungen auf freie Flächen und Beete ausgesät, beschatten mit ihrem Blattwerk schon bald den Boden, während die Wurzeln das Erdreich, teilweise einige Meter tief, durchdringen und auflockern. Nach dem Abschneiden oder Abfrieren erhöhen die verrottenden Pflanzenreste den Humus- wie Nährstoffgehalt des Bodens, deshalb die Bezeichnung“Gründüngung“. Sät man Leguminosen wie Alexandrinklee oder Bitterlupine aus, nehmen die an ihren Wurzeln lebenden Knöllchenbakterien den Stickstoff der Luft auf und reichern den Boden in erheblichem Maße mit diesem lebensnotwendigen Nährstoff an. Vorsicht bei Kreuzblütlern: Die Gründüngungspflanzen Senf, Ölrettich und Raps gehören wie Kohlgemüse zur Familie der Kreuzblütler. Man sollte sie nicht direkt vor Kohl einsetzen, um dem Auftreten der Kohlhernie vorzubeugen. Diese schwer bekämpfbare Krankheit wird durch Daueranbau von Kreuzblütlern gefördert. Phacelia, eine zierende Gründüngungs- Gründüngungsmischung aus verschiedenen Pflanzen pflanze und gute Bienenweide tragen häufig bezeichnende Namen wie „Schnellgrüner“ Fachberater PDF Datei zum Herunterladen Mulchecke sorgt im Blumen- wie im Gemüsebeet für Humusnachschub und unterdrückt Unkräuter Quelle: R. Rittel