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Datenschutzrecht ab dem 25.05.2018 Werte Gartenfreunde, seit dem 25.05.2018 gilt das neue Datenschutzgesetz der EU. Aufgrund vieler Anfragen, im Kreisverband der Gartenfreunde Wittenberg: „ Gilt es auch für Kleingartenvereine?“. Wir weisen auf die Zeitschrift „Der Fachberater Nr. 2 Mai 2018“ hin. Auf Seite 26 bis 27 , erläutert Rechtsanwalt Patrich R. Nessler, die Änderungen für unsere Kleingartenvereine. Wir empfehlen, sich die Broschüre: „ Erste Hilfe zur Datenschutz- Grundverordnung für Unternehmen und Vereine“ an zu schaffen. Kosten dieser Broschüre 5,50 €. Für weitere Fragen stehen wir im Kreisverband der Gartenfreunde Wittenberg, gern zur Verfügung. R. Rittel Stellv. Vorsitzender Der Fachberater Juni Erdbeere Grauschimmel
Weißfleckenkrankheit / Rotfleckenkrankheit
Schwarze Wurzelfäule Schadbild: Die Pflanzen kümmern, die Blätter sind verkleinert und die Stiele verkürzt. Die Früchte erreichen nicht die normale Größe, reifen vorzeitig und besitzen eine eher lederartige Konsistenz. Die Pflanze lässt sich leicht aus dem Boden ziehen. Faser- wurzeln und Rinde der Hauptwurzel sind schwarz oder zerstört. Die Wurzelrinde kann leicht vom Zentralzylinder, der noch lange weiß bleibt, entfernt werden. Hinweis: Es handelt sich um einen Krankheitskomplex, der durch verschiedene Pilze, Bakterien und Nematoden verursacht werden kann. Bodenverdichtungen, Frostschäden und enge Fruchtfolgen fördern den Befall. Gegenmaßnahmen: Sehr nasse und kalte Böden sollte man für Erdbeerpflanzungen meiden. Anbaupausen von 3 oder 4 Jahren (Fruchtfolge siehe FA Mai) minimieren das Erkrankungsrisiko. Die Eigenvermehrung der Erdbeeren bringt die Gefahr der Mitnahme von Schaderregern in die Neupflanzungen in sich. Aus diesem Grund sollten regelmäßig neue, gesunde Jungpflanzen von anerkannten Pflanzgutproduzenten erworben werden. Als robuste Sorte gelten: „Florence“; Thuringa“ oder „Florika“. Erdbeerblütenstecher / Erdbeerstängelstecher Schadbild: Komplette Blütenstände knicken ab und verdorren oder noch am Stiel hängende Einzelblüten vertrocknen. Hinweis>: beide Schädlinge sind knapp 5 mm große, braune bis schwarze Rüsselkäfer. Der Stängelstecher benagt bereits im April die Blattstiele, später auch die Blütenstände. Der Erdbeerblütenstecher benagt etwas später die Blütenstiele. In den verdorrenden Blüten entwickeln sich die Larven beider Schädlinge, bevor diese sich nach etwa 3 Wochen im Boden verpuppen. Die Überwinterung erfolgt als Jungkäfer nach dem Reifefraß (kleine unscheinbare Löcher in den Blättern). Beide Schaderreger treten nur sporadisch auf. Gegenmaßnahmen: Sobald die vertrockneten Blüten bemerkt werden, sollten sie unverzüglich ab-gesammelt werden, um den Ent- wicklungszyklus der Käfer zu unterbrechen. Vor der Blüte und nach der Ernte kann Rainfarn-Tee gespritzt werden. Außerdem wird das Mulchen mit Farnkrautblättern im Frühjahr empfohlen. Erdbeermilbe Schadbild: Ab Juni findet man verkrüppelte, mehr oder weniger gekräuselte Herzblätter. Der Fruchtansatz des Folgejahres ist stark ver- mindert. Die Pflanzen kümmern und sind häufig Nesterweise betroffen. Hinweis: Die nur 0,2 bis 03, mm großen, weißlichen Milben überwintern in Blattscheiden oder Herzblättern und breiten sich durch Pflege- und Erntearbeiten oder über Jungpflanzen bzw. Ausläufer aus. Hohe Temperaturen und Luftfeuchte begünstigt den Befall. Gegenmaßnahmen: Einzelne betroffene Pflanzen sollten möglichst schnell aus der Pflanzung genommen werden. Um die Übertragung der Milben durch die Hände oder die Kleidung einzuschränken, ist es günstig, mit der Ernte bei der jüngsten Pflanzung zu beginnen. Rainfarn-Brühe oder Wermut-Jauche kann im Herbst Anwendung finden. Auch in Bezug auf den Milbenbefall erweist sich der regelmäßige Zukauf neuer, gesunder Jungpflanzen von anerkannten Pflanzgutproduzenten von Vorteil. Neupflanzungen sind möglichst räumlich weit entfernt vom Befallsstandort anzulegen.                                
Schadbild: Auf unreifen Früchten entstehen zunächst verbräunte Befallsstellen, welche sich dann weite ausdehnen. Die Frucht wird weich und von einem mausgrauen Pilsrasen überzogen. Hinweis: Der Pilz überdauert an Pflanzenresten, wie Blattstielen oder Fruchtmumien. Bei feucht-schwüler bzw. nasser Witterung zur Zeit der Blüte und Ernte ist die Gefahr von Ertragsverlusten am höchsten. Gegenmaßnahmen: Weniger anfällige Sorten sind z. B. „Honeoye“;“Thuriga“ oder „Tenira“. Zu dichte Pflanzungen sollten vermieden werden, um eine rasche Abtrocknung der Pflanzen nach Niederschlägen zu ermöglichen. Es ist zu empfehlen das alte Laub im Frühjahr zu entfernen. Nur mäßige Stickstoffe- und betonte Kali-Düngung im Frühjahr erweist sich als vorteilhaft. Den Bodenkontakt der Früchte (durch Auslegen von Stroh o. Holzwolle zwischen den Pflanzen unmittelbar nach der Blüte) zu vermeiden und das ständige Auspflücken befallener Früchte bewirken eine Begrenzung des Befalls auf ein Minimum. Da einjährige Pflanzungen weniger als mehrjährige betroffen sind, wäre auch in Hinblick auf andere Erkrankungen der Erdbeere generell ein einjähriger Anbau zu favorisieren.
Schadbild: Der pilzliche Erreger der Weßfleckenkrankheit verursacht auf den Blättern kleine, runde, braune bis kaminrote Flecken. Deren Zentrum verfärbt sich später grau bis weißlich und ist von einem braun-roten Rand umgeben. Rotfleckenkrankheit äußert sich in brandroten Blattflecken, die bei stärkerem Befall zusammenfließen. Geschädigte Blattteile sterben ab, nur in extremen Fällen kommt es zum Fruchtbefall. Die Symptome treten vermehrt an älteren Blättern und verstärkt nach der Ernte auf. Hinweis: Besonders in feuchten Jahren sind anfällige Erdbeersorten wie „Karona“ und „Mieze Schindler“ durch die Weißflecken- Krankheit gefährdet. Im Bestand wird die Krankheit durch Regenspritzer verbreitet. Die Überwinterung erfolgt auf befallenen Pflanzenteilen. Gegenmaßnahmen: Weniger anfällige bzw. tolerante Sorten, wie „Bogota“; „Elvira“ oder „Tenira“ sind zu empfehlen. Durch das Ent- fernen des alten Laubes nach der Ernte werden diese Schaderreger reduziert. Auf eine harmonische, kalibetonte Düngung ist zu achten. Wenn möglich, sollte ein mehrjähriger Anbau vermieden werden. Auf einen luftigen Stand der Pflanzen ist besonderer Wert zu legen.